Dieses Jahr hat mich vieles gelehrt.
Vor allem eines: Geduld ist ein wesentlicher Aspekt für Entwicklung.
Lange Zeit dachte ich, dass mehr Fleiß, mehr Arbeit und mehr Tempo automatisch zu schnellerem Erfolg führen müssten. Doch je länger ich selbstständig bin und je länger ich Autor*innen begleite, desto klarer wird mir: Schneller und härter zu arbeiten bringt nicht zwangsläufig bessere Ergebnisse.
Wirkliches, nachhaltiges Wachstum braucht Zeit. Und es braucht Phasen des Dranbleibens genauso wie Phasen des Innehaltens.
Die Zeit rund um Weihnachten ist für mich jedes Jahr genau so eine Phase. Eine Zeit der Reflexion. Eine Zeit, in der ich bewusst Abstand nehme – nicht, um stehen zu bleiben, sondern um klarer zu sehen.
Ein Bild, das mir dabei kürzlich beim Schmücken unseres Christbaums in den Sinn kam, passt erstaunlich gut zu diesem Prozess:
Wenn ich den Baum schmücke, stehe ich nicht die ganze Zeit direkt davor. Ich trete immer wieder ein paar Schritte zurück, betrachte ihn als Ganzes. Sind die Lichter gleichmäßig verteilt? Gibt es Stellen, an denen noch etwas fehlt – oder andere, an denen es vielleicht zu viel ist? Wirkt das Gesamtbild stimmig oder braucht es noch eine kleine Korrektur?
Es ist verführerisch, einfach wie wild drauf los zu schmücken. Aber würde ich diesen Abstand nicht einnehmen, würde ich den Baum nie wirklich sehen.
Und genau das gilt auch für unser Autorenjahr.
Bevor wir ins neue Jahr starten, lohnt es sich, noch einmal stehen zu bleiben, sich umzudrehen und das eigene Jahr mit etwas Abstand zu betrachten. Nicht, um uns zu bewerten oder zu verurteilen – sondern um bewusst wahrzunehmen, was gewachsen ist, was sich verändert hat und was wir im kommenden Jahr vielleicht anders gestalten möchten.
Lass uns genau das jetzt gemeinsam tun.
Wie du deine Autor*innen-Reflexion angehen kannst
Bevor wir in konkrete Fragen einsteigen, ist eines wichtig:
Nimm dir bewusst Zeit dafür.
Wenn es vor Weihnachten nicht mehr passt, ist auch die Zeit zwischen den Jahren – zwischen Weihnachten und Silvester – ideal. Es geht nicht darum, etwas „abzuarbeiten“, sondern dir Raum zu schenken.
Voraussetzungen für deine Reflexion
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ein ruhiger, gemütlicher Ort
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etwas Warmes zu trinken (Tee, Kaffee, Kakao – was dir guttut)
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Stift & Papier oder alternativ iPad / Laptop
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möglichst keine Ablenkung
Diese Zeit gehört nur dir und deinem Autor*innenjahr.
Möglichkeit 1: Die intuitive Reflexion
Du kannst deine Jahresreflexion ganz bewusst intuitiv angehen – ohne Struktur, ohne Vorgaben.
Schließe vielleicht kurz die Augen und denke an dein vergangenes Jahr als Autor*in.
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Was kommt dir als Erstes in den Sinn?
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Welche Gefühle tauchen auf?
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Denkst du eher mit Freude zurück oder bist du froh, dass das Jahr vorbei ist?
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Gibt es Bilder, Situationen oder Momente, die sofort präsent sind?
Schreibe alles auf, was auftaucht.
Ohne Bewertung. Ohne Ordnung. Einfach fließen lassen.
Diese Form der Reflexion ist oft überraschend ehrlich – und zeigt dir sehr klar, wo du innerlich gerade stehst.
Möglichkeit 2: Die strukturierte Reflexion
Wenn du es lieber etwas geordneter magst, kannst du systematisch vorgehen.
Falls du dir zu Beginn des Jahres Ziele gesetzt hast – Jahresziele, Quartalsziele oder Monatspläne – nimm sie dir jetzt noch einmal zur Hand.
Lies sie dir in Ruhe durch und frage dich:
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Was davon habe ich umgesetzt?
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Was hat gut funktioniert?
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Was habe ich nicht geschafft – und warum?
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Welche Ziele haben sich unterwegs vielleicht verändert oder erledigt?
Diese Form der Reflexion hilft dir besonders dabei, dein Jahr realistisch einzuordnen – jenseits von „Ich hätte mehr machen müssen“.
Möglichkeit 3: Rückblick über Spuren & Erinnerungen
Du kannst deine Reflexion auch über das gehen, was dein Jahr sichtbar hinterlassen hat:
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Scrolle durch deine Fotos auf dem Handy
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Schau dir deinen Instagram-Feed oder andere Marketingkanäle an
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Lies alte Nachrichten, E-Mails oder Chatverläufe
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Denk an Begegnungen, Gespräche, Kooperationen
Oft erinnern wir uns beim Durchsehen dieser Spuren an Dinge, die wir längst vergessen hatten – Erfolge, Mutmomente, Verbindungen.
Du kannst alle drei Möglichkeiten auch miteinander kombinieren.
Es gibt kein Richtig oder Falsch.
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Design Checkliste
Mein für dich entwickelter Design-Test hilft dir folgende Fragen zu beantworten:
– Wo stehe ich mit meiner Autorenmarke in punkto Design?
– An welchen Punkten kann ich mein Design verbessern?
Hilfreiche Reflexionsfragen für dich als Autor*in
Die folgenden Fragen beziehen sich bewusst auf dein Autor*innenleben.
Natürlich kannst du sie jederzeit auch auf andere Lebensbereiche ausweiten.
Rückblick & Erfolge
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Was lief für dich in diesem Jahr als Autor*in besonders gut?
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Woran denkst du gerne zurück?
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Was waren deine größten Erfolge und Highlights?
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Wo warst du stolz auf dich?
Herausforderungen & Lernmomente
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Was hast du nicht geschafft, obwohl du es dir vorgenommen hattest?
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Was waren deine größten Herausforderungen oder Schwierigkeiten?
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Was hat dich in diesem Jahr genervt oder ausgebremst?
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Welche Misserfolge gab es – und was konntest du daraus lernen?
Begegnungen & Austausch
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Mit welchen anderen Autor*innen hattest du Kontakt?
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Warst du auf Buchmessen, Lesungen oder Veranstaltungen?
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Gab es Kooperationen oder gemeinsame Projekte?
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Wie hast du diese Zusammenarbeit erlebt?
Schreiben & Buchprojekte
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Wie ging es dir mit dem Schreiben in diesem Jahr?
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Wie weit bist du mit deinen Buchprojekten gekommen?
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Wo stehst du aktuell – und wie fühlst du dich damit?
Marketing & Sichtbarkeit
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Wie ging es dir mit deinem Buchmarketing?
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Hast du das Gefühl, sichtbarer geworden zu sein?
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Wo lief es gut, wo gab es Unsicherheiten oder Verbesserungsbedarf?
Autor*innenmarke
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Wie fühlt sich deine Autor*innenmarke aktuell an?
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Hat sie sich weiterentwickelt oder stagniert?
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Fühlst du dich authentisch mit deinem Außenauftritt?
Finanzen & Realität
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Wie ging es dir finanziell als Autor*in in diesem Jahr?
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Bist du zufrieden mit deinen Einnahmen?
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Gab es Sorgen, Druck oder auch positive Überraschungen?
Mindset & innere Haltung
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Wie ging es dir mental als Autor*in in diesem Jahr?
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Welche Gedanken haben dich begleitet?
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Was hast du aktiv für dein Mindset getan?
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War das hilfreich für dich?
Gesamtbild
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Wie glücklich bin ich insgesamt mit meinem Autor*innenjahr 2025?
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Was möchte ich aus diesem Jahr mitnehmen?
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Und was darf im nächsten Jahr anders werden?
Abschließen statt vorauslaufen
Während du reflektierst, ist es ganz natürlich, dass dein Blick immer wieder nach vorne wandert. Ideen für 2026 tauchen auf, Gedanken wie „Das möchte ich anders machen“ oder „Da will ich hin“.
Und weißt du was?
Das ist vollkommen okay.
Wenn dir beim Rückblick schon Impulse für das neue Jahr kommen, dann schreib sie dir gern auf – ganz locker, vielleicht auf einem extra Zettel oder in einer Notiz-App.
Was mir an dieser Stelle jedoch wichtig ist: Du musst jetzt noch nichts entscheiden.
Du brauchst keinen perfekten Plan.
Du musst noch nicht wissen, wie du 2026 konkret angehst.
Diesen Druck darfst du dir im Moment komplett nehmen.
Jetzt geht es erst einmal nur darum, dein Autor*innenjahr 2025 bewusst abzuschließen. Es mit Abstand zu betrachten. Und idealerweise mit einem guten Gefühl loszulassen.
Auch wenn du nicht alles geschafft hast, was du dir vorgenommen hattest – es gibt mit Sicherheit viele Dinge, die dir gelungen sind. Dinge, auf die du stolz sein kannst. Fortschritte, die du vielleicht im Alltag gar nicht wahrgenommen hast.
Verweile ruhig ein bisschen bei diesen positiven Aspekten.
Nicht nur bei dem, was du „anders hättest machen sollen“.
Der Ausblick darf warten.
Die Planung für 2026 kannst du in einem nächsten Schritt angehen – ein paar Tage später oder ganz entspannt Anfang Januar.
Und wenn du 2026 etwas verändern möchtest
ielleicht ist bei deiner Reflexion auch deutlich geworden, dass du dir in bestimmten Bereichen Unterstützung wünschst.
Zum Beispiel bei deiner Autorinnenmarke, deinem Buchmarketing generell, bei deiner Autorenwebsite oder beim Wunsch, endlich als Autorin sichtbar zu werden.
Wenn du das Gefühl hast, dass du dir hier im neuen Jahr etwas mehr Klarheit, Struktur oder Leichtigkeit wünschst – und diesen Weg nicht allein gehen möchtest –, dann begleite ich dich gern dabei.
Ich unterstütze Autor*innen dabei, ihre Personal Brand zu entwickeln, einen stimmigen Außenauftritt zu gestalten und eine Website aufzubauen, die wirklich zu ihnen passt.
Ohne Druck. Ohne laute Versprechen. Sondern mit Blick auf das, was für dich sinnvoll ist.
Wenn du magst, schauen wir gemeinsam:
-
wo du gerade stehst,
-
was du wirklich brauchst,
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und welcher nächste Schritt für dich passend ist.