Schritt 1 von 6: Dein Markenfundament

Zeige den richtigen Ausschnitt

Kennst du diese Fotorahmen auf Hochzeiten, hinter die sich alle für ein Bild stellen? Du bist echt darauf zu sehen, aber eben nur ein Ausschnitt. Deine Autorinnenmarke funktioniert genauso, und in diesem Schritt legst du fest, was in den Rahmen gehört.

Markenfundament

Was gehört dazu

Dein Markenfundament ist alles, was unter der Oberfläche liegt: deine Vision, dein Lebensthema, deine Werte, deine Charaktereigenschaften und die Rolle, die du in der Buchwelt einnehmen willst. Farben, Schriften und Autorinnenfoto kommen später. Sie sind das Ergebnis, nicht der Anfang.

Was passiert, wenn du diesen Schritt überspringst?

Die meisten Autorinnen überspringen diesen Schritt. Das hat nichts mit Faulheit zu tun. Es kommt schlicht niemand auf die Idee, dass hinter einem Buch eine Marke stehen könnte — so wie hinter Nike, Ikea oder BMW. Bei denen ist selbstverständlich, dass zuerst geklärt wird, wofür sie stehen, bevor irgendjemand ein Logo entwirft. Bei Büchern denkt kaum jemand daran.

Dazu kommt der Gedanke: Dafür bin ich noch zu klein, das mache ich später. Nur wird es später nicht leichter.

Was dann fehlt, ist Klarheit nach außen. Deine Vision, deine Art zu schreiben, deine Persönlichkeit sind alle da, aber sie kommen nicht an. Und ohne roten Faden fehlt der Fokus: Jede Entscheidung wird einzeln getroffen, jeder Post neu erfunden. Marketing fühlt sich dann nach Arbeit an statt nach etwas, das zu dir gehört.

Was sich viele Autorinnen stattdessen wünschen

Gesehen zu werden, ohne sich zu verstellen. Keine Rolle spielen, die sich nach drei Monaten anstrengend anfühlt, sondern das eigene Ding machen und trotzdem die Leserinnen anziehen, die dazu passen.

Das kannst du sofort umsetzen

3 Tipps zum Markenfundament

Du brauchst dafür keine fertige Strategie. Es reicht, wenn du anfängst hinzuschauen.

01

Du musst nichts erfinden

Dein Lebensthema suchst du dir nicht aus. Es ist längst da. Schau nicht nur auf dein Autorinnenleben, sondern auf die ganze Linie bis hierher: Was hat dich geprägt, wovon konntest du nie lassen, was taucht immer wieder auf? Und dann schau in deine Geschichten. Meistens steht es da schon, du hast es nur noch nicht benannt.

02

Erst das Warum

Es macht einen Unterschied, ob du schreibst, weil du in diese Welten eintauchen willst, weil du eine Botschaft senden möchtest oder weil du vom Schreiben leben willst. Alle drei sind gute Gründe. Aber sie führen zu verschiedenen Marken, zu verschiedenen Wegen dorthin und vor allem dazu, dass etwas völlig anderes Spaß macht. Wer sein Warum nicht kennt, baut irgendwann an etwas, das sich nach Arbeit anfühlt, obwohl es Freude machen sollte.

03

Lass deine Ecken und Kanten drin

Beim Thema Charaktereigenschaften wählen die meisten lauter schöne Adjektive aus. Denk an deine Figuren: Die glatten, immer perfekten sind die langweiligsten im ganzen Buch. Auf Instagram ist es dasselbe, die makellosen Profile scrollt man weg. Deine Kanten sind der Grund, warum jemand hängenbleibt, denn andere haben auch welche. Nahbarkeit entsteht nicht durch Perfektion.

Die anderen fünf Schritte

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