Schritt 5 von 6: Deine Markenkommunikation

Erzählen kannst du schon

Für die meisten Autorinnen ist Marketing das, was nach dem Schreiben kommt und vor allem Zeit frisst. Dabei ist die wichtigste Fähigkeit dafür längst da. Du erzählst Geschichten, sonst gäbe es dein Buch nicht.

Deine Markenkommunikation

Was gehört dazu

Alles, was von dir nach außen geht: deine Marketingtexte, deine Posts, deine Website, die Art, wie du auf Nachrichten antwortest. Dazu deine Bildwelt mit Profilbild und Fotos. Und darunter liegt die Frage, in welchem Ton das alles geschieht und in welcher Rolle du sprichst.

Wenn dein Fundament aus Schritt 1 klar ist, wird dieser Teil deutlich leichter. Denn dann weißt du schon, wer da spricht.

Was passiert, wenn du diesen Schritt überspringst?

Diesen Schritt überspringt man meistens, weil er selbstverständlich wirkt. Natürlich schreibst du Posts, natürlich antwortest du deinen Leserinnen. Dass da eine Entscheidung dahintersteckt, merkt man gar nicht.

Dabei ändert sich alles mit der Rolle, in der du sprichst. Als Freundin klingst du anders als als Mentorin, als Inspirationsgeberin anders als als Rebellin. Ohne diese Klarheit bleibt jede Frage neu: Sieze ich meine Leserinnen oder dutze ich sie? Wie spreche ich eine Community an, deren Ton ich noch nicht kenne?

Dazu kommt: Ohne Plan denkt man funktional. Drei Posts für diese Woche, irgendwas muss ja hoch. Dabei liegt ein ganzer Fundus bereit, aus dem du schöpfen könntest — deine Entstehungsgeschichten, deine Themen, dein Weg zum Buch. Du machst es dir schwerer, als es sein müsste.

Was sich viele Autorinnen stattdessen wünschen

Dass Marketing sich natürlich anfühlt. Nicht jedes Mal neu überlegen müssen, wie man wen anspricht, sondern einfach loslegen.

Und dass es zum Schreiben gehört, statt Schreibzeit zu kosten. Ein Teil des Autorinnenlebens, kein Pflichtprogramm daneben.

Das kannst du sofort umsetzen

Drei Tipps zu deiner Markenkommunikation

Drei Entscheidungen, die dir hinterher jede Woche Arbeit sparen.

01

Leg fest, was privat bleibt

Bevor du dir überlegst, was du zeigst, überleg dir, was nicht. Welche Themen, welche Menschen, welche Orte bleiben draußen? Wenn dieser Rahmen einmal steht, musst du nicht bei jedem Foto neu abwägen, ob das jetzt zu viel ist. Du weißt es schon. Und du kannst den Rahmen jederzeit nachschärfen, wenn sich etwas verschiebt.

02

Erzähl es, wie du es einer Freundin erzählen würdest

Deine Entstehungsgeschichten, die Frage, warum ausgerechnet diese Welt, die Botschaft hinter dem Buch — das sind Geschichten, keine Marketinginhalte. Genau deshalb funktionieren sie. Menschen sind neugierig auf das, was hinter etwas steckt. Du musst dein Leben nicht zur Show machen, aber du darfst diese Neugier bedienen. Stell dir beim Schreiben eine Freundin vor, dann stimmt der Ton fast von allein.

03

Zeig dich, auch unperfekt

Für die Website lohnt sich ein professionelles Shooting, ebenso für Presseanfragen. Für alles andere reicht ein Stativ mit Selbstauslöser oder ein Selfiestick. Such dir eine Kulisse, die zu dir und deinen Büchern passt, und mach hundert Bilder. Ein paar richtig gute sind immer dabei. Das schlägt jedes Stockfoto und jedes KI-Bild, weil es dich zeigt. Trau dich, auch wenn es Überwindung kostet.

Die anderen fünf Schritte

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