Schritt 6 von 6: Deine Positionierung

Einer richtig schlägt fünf halb

Positionierung heißt: Du entscheidest, wofür dein Name steht und wo du dafür sichtbar wirst. Nicht überall ein bisschen, sondern bewusst an den Orten, an denen deine Leserinnen ohnehin sind.

Positionierung als Autorin

Was gehört dazu

Zwei Fragen. Die erste: Wofür soll dein Name stehen? In welchem Umfeld willst du gesehen werden, welche Themen besetzt du bewusst?

Die zweite: Wo wirst du dafür sichtbar? Website, Newsletter, Social Media, Lesungen, Buchmessen, Kooperationen — welche davon passen zu dir und zu deinen Leserinnen? Und dazu gehört auch, später ehrlich hinzuschauen, was tatsächlich wirkt.

Was passiert, wenn du diesen Schritt überspringst?

Ganz überspringen lässt er sich kaum. Jede Autorin kommt an den Punkt, an dem sie sich fragt, wo sie ihre Bücher zeigt. Nur wird die Entscheidung meistens nebenbei getroffen, nach dem Maßstab: Was machen die anderen?

Genau da liegt der Fehler. Wenn du dich an anderen Autorinnen orientierst, erreichst du andere Autorinnen. Du sprichst dann über Schreibprozesse, Wortzahlen und Manuskriptphasen — alles Themen, die Kolleginnen interessieren und deine Leserinnen nicht. Der Austausch ist schön, aber es ist kein Buchmarketing.

Und wenn du einen Kanal wählst, der dir nicht liegt, hältst du ihn nicht durch. Du postest drei Monate, bekommst zwei Likes, und dann schläft es ein. Nicht weil du etwas falsch gemacht hast, sondern weil der Ort nicht zu dir passte.

Was sich viele Autorinnen stattdessen wünschen

Kanäle, die zu ihnen passen und die sie auch in einem Jahr noch bespielen. Und die etwas bringen, statt Zeit zu verschlucken.

Irgendwann die Früchte der Arbeit ernten, statt immer weiter zu säen.

Das kannst du sofort umsetzen

Drei Tipps zu deiner Positionierung

Weniger Kanäle, dafür die richtigen.

01

Such deine Leserinnen, nicht deine Kolleginnen

Wo hält sich deine Wunschleserin auf? Was empfiehlt sie weiter, worüber ärgert sie sich, worauf wartet sie? Diese Recherche führst du über dein Genre, nicht über andere Autorinnen. Und der zweite Teil der Frage bist du selbst: Wenn du es hasst, Videos von dir zu drehen, ist die Plattform dafür der falsche Ort — egal wie gut sie angeblich funktioniert.

02

Bau dir Website und Newsletter

Beides gehört dir, unabhängig von jedem Algorithmus. Deine Website ist deine Visitenkarte, und nicht nur Leserinnen finden dich darüber, sondern auch Journalistinnen, Veranstalter und Verlage. Der Newsletter ist der Kanal, der mit jedem Buch wächst und dir echten Kontakt zu deinen Leserinnen gibt. Er kostet mehr Aufbauarbeit als ein Social-Media-Profil, niemand trägt sich einfach so ein. Aber langfristig ist er das stärkste Werkzeug, das du haben kannst.

03

Fang mit einem an

Du musst nicht auf jeder Plattform sein, und du musst auch nicht auf Social Media sein. Marketing brauchst du, so ehrlich muss man sein — aber es gibt viele Wege dorthin, nicht nur den einen, den alle empfehlen. Probier ruhig etwas aus, das dich Überwindung kostet. Bleib aber nicht bei etwas, das dauerhaft keinen Spaß macht und nichts bringt. Und lieber ein Kanal richtig als vier halbherzig.

Die anderen fünf Schritte

Neugierig, was in den anderen Schritten steckt und was sie für dich bedeuten könnten? Ich schicke dir alle sechs in sechs E-Mails, mit allen Tipps dazu. Kostenlos, und du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

Verantwortlich für diesen Newsletter bin ich, Ramona Hammerl, Dein Autoren Design. Meine vollständigen Kontaktdaten findest du im Impressum.

Du bekommst zuerst eine Mail, in der du deine Anmeldung bestätigst. Abmelden kannst du dich jederzeit über den Link am Ende jeder Mail. Was mit deinen Daten passiert, steht in Datenschutzerklärung.

Sprachhinweis: Ich schreibe in der weiblichen Form, weil hier überwiegend Autorinnen mitlesen. Autoren und alle Geschlechter sind mitgemeint und natürlich genauso herzlich willkommen.