Steuerchaos als Wachstums-Booster: Meine Learnings

Bild von Ramona Hammerl

Ramona Hammerl

Webdesignerin, Autorin, Weggefährtin für Personal Branding.

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Ramona Hammerl

Grafikdesignerin, Autorin, Weggefährtin für Personal Branding.

Mein Jahr endete mit Steuerchaos – und es fing genauso wieder an.
Unsicherheit, offene Fragen, das Gefühl, abhängig zu sein von Menschen, die „eigentlich“ Profis sind.
Und ich? Ich will doch einfach nur kreativ arbeiten – und trotzdem ruhig schlafen, wenn ich an Geld denke.

Hinweis/Disclaimer: Dieser Beitrag ist ein persönlicher Erfahrungsbericht und keine Steuer- oder Rechtsberatung. Ich teile, was ich erlebt und daraus gelernt habe. Wenn du konkrete Fragen zu deiner Situation hast, wende dich bitte an eine Steuerberatung oder direkt an dein Finanzamt.

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In diesem Beitrag verwende ich meist die weibliche Form („Autorinnen“). Gemeint sind selbstverständlich alle Geschlechter.

Wenn du dich auf Profis verlässt… und trotzdem allein bist

Die letzten Monate waren in Sachen Finanzen und Steuern für mich ehrlich gesagt ziemlich heftig. Ich bin seit 2020 als Kleinunternehmerin (Autorin) gemeldet und habe in den ersten Jahren meine Steuer immer selbst in die Hand genommen. 2024 habe ich mir dann gedacht: Komm, jetzt machst du das richtig. Steuerberater, professionelle Unterstützung – dann hat das Hand und Fuß, du bist auf der sicheren Seite.

Im Nachhinein betrachtet war das für mich keine gute Entscheidung.

Denn die Steuerberaterkanzlei arbeitet einfach nicht so, wie ich es brauche. Ich bin ein Mensch, der Ordnung, Klarheit und Struktur liebt – und genau das brauche ich, um mich sicher zu fühlen. Und genauso wie man sich als Autorin die richtigen Dienstleister aussucht – einen Lektor, mit dem man sich versteht, oder einen Coverdesigner, mit dem man richtig gute Absprachen treffen kann – braucht man auch bei Finanzen, Steuer und Buchhaltung die passenden Ansprechpartner und eine Beratung, die zu einem passt.

Ich dachte erst, ich hätte genau so jemanden gefunden. Aber das hat leider nicht gestimmt.

5.530,82 € Steuererstattung, aber kein Happy End in Sicht

Die gute Nachricht zuerst: Ich habe gekämpft – und ich habe vom Finanzamt eine Steuererstattung in Höhe von 5.530,82 € bekommen. Das war für mich ein riesiger Sieg. Denn dahinter steckt ein Thema, das mich seit 2020 begleitet und dir vielleicht auch nicht unbekannt ist: der Vorwurf der Liebhaberei als Autorin. Jahrelang wurden mir meine Ausgaben aus den Anfangsjahren nicht wirklich anerkannt – und jetzt, endlich, wurde meine Argumentation nachvollzogen und bewilligt.

Ich bin unglaublich dankbar für diesen Betrag. Gerade zu Jahresanfang ist so ein finanzieller Puffer nicht nur „nice to have“, sondern wirklich wichtig fürs Unternehmen – und ehrlich gesagt habe ich mir genau das sehr gewünscht.

Und trotzdem… war es kein Happy End. Denn die Schattenseite war die Art und Weise, wie es überhaupt dazu kam.

Im Vorfeld gab es so viele offene Fragen und so wenig Transparenz: nicht weitergegebene Informationen zu Fristen, Einsprüchen und Absprachen, Unklarheit darüber, wogegen überhaupt Einspruch erhoben wurde und was genau eigentlich der Gegenstand war. Dazu kamen widersprüchliche oder falsche Informationen, was ich vorbereiten soll – und kaum echte Beratung, wie ich einen Einspruch sinnvoll aufbaue.

An dieser Stelle möchte ich meiner Autoren-Community wirklich Danke sagen. Meinen treuen Autorinnen und Freundinnen, mit denen ich regelmäßig auf Buchmessen bin – sie haben mir mental so sehr den Rücken gestärkt. Und sie haben mir auch ganz praktisch geholfen: mit Tipps, wie sie selbst mit ähnlichen Situationen umgegangen sind, und teilweise sogar mit Beispieldokumenten, weil einige gerade im selben Boot saßen.

Und ich möchte hier auch ganz klar betonen: Das Problem war für mich nicht das Finanzamt. Das Problem war die Intransparenz, in der ich in der Zusammenarbeit mit meiner Steuerberaterin feststeckte.

Erschwerend kam hinzu, dass ich in dieser Phase krank wurde. Ich bekam nur eine minimale Fristverlängerung – und am Ende blieb mir keine echte Luft mehr. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen: Ich saß schlussendlich mit Fieber da und habe eine riesige Stellungnahme ausgearbeitet, die mich fast eine Woche gekostet hat. Auch, weil ich körperlich einfach nicht auf der Höhe war.

Als dieser Sieg dann endlich da war, habe ich mich riesig gefreut und dachte: Wow – wenigstens hat sich das gelohnt.
Aber damit war die Geschichte leider noch vorbei und mein Vertrauen war weg. 

Neues Jahr - neue Katastrophen

Für mich war an dieser Stelle klar: Ich muss die Zusammenarbeit langfristig beenden. Das ist für mich vor allem eine Energiesache. Ich brauche Menschen in meinem Umfeld, die mich unterstützen, die zu mir als Persönlichkeit passen und mit denen ich einfach gut arbeiten kann. Meine Steuerberaterin macht an sich bestimmt einen guten Job – aber unsere Arbeitsweise hat einfach nicht zusammengepasst.

Also habe ich beschlossen, nach Alternativen zu suchen – und bin dabei auf Accountable gestoßen (Werbung / Affiliate-Link). Erst hat mich ein Gedanke davon abgehalten: Das ist ja keine richtige Person. Ist das wirklich sicher? Funktioniert das wirklich? Am Ende habe ich mich trotzdem dafür entschieden – weil es mich total angesprochen hat: die Übersichtlichkeit, die Struktur, und trotzdem die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Unterstützung über Steuercoaches und E-Mail zu bekommen.

Ich habe es dann einfach ausprobiert – und schon in den ersten Tagen hatte ich ein richtig gutes Gefühl. Genau das habe ich gebraucht: Ein System, in dem ich mir meinen Überblick aufbauen kann. Und gleichzeitig Unterstützung und Wissen, damit ich selbst verstehe, was da eigentlich passiert.

Nur war dieser „Clear Cut“ leider nicht so harmonisch, wie ich es mir erhofft hatte. Denn wie ich herausfinden musste, sind im Hintergrund noch einige Dinge gelaufen – oder eben nicht gelaufen – von denen ich absolut nichts wusste. Das hat mich fast verrückt gemacht, weil es mein Sicherheitsgefühl in Bezug auf Finanzen komplett gestört hat. Es ging also gefühlt genauso weiter, wie 2025 aufgehört hatte, obwohl ich dachte: Jetzt wird alles anders.

2025 war mein erstes umsatzsteuerliches Jahr – und genau da waren anscheinend viele Dinge ungeklärt oder versäumt worden. Ich wurde auf vieles nicht hingewiesen und habe dadurch nochmal glasklar gelernt: Sich auf einen Experten zu verlassen, reicht manchmal leider nicht aus. Am Ende trage ich selbst die Verantwortung für meine Finanzen, meine Steuer und meine Buchhaltung.

Ein Beispiel war für mich der absolute Aha-Moment: Ich habe herausgefunden, dass ich 2025 gar nicht korrekt umgestellt bzw. angemeldet worden bin – obwohl es so vereinbart war. Also musste ich mich direkt ans Finanzamt wenden, um überhaupt rauszufinden, dass ich mehrere Steuernummern habe und offiziell immer noch als Kleinunternehmerin geführt wurde. Zum Glück ließ sich das im direkten Kontakt schnell klären – und mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Aber gleichzeitig wusste ich: Ich nehme das jetzt lieber selbst in die Hand. (Obwohl ich prinzipiell schon für Delegation bin! Man kann nicht alles selbst erledigen! Aber es muss eine echte Erleichterung sein.)

Genau an dieser Stelle beginnen meine wichtigsten Learnings.

Nicht meckern, sondern wachsen

Es bringt nichts, über irgendeine Steuerberatung zu schimpfen, die vielleicht nicht so gearbeitet hat, wie man es sich gewünscht hätte. Was wirklich zählt, ist etwas anderes: eine Lösung finden, zurück zur Klarheit kommen – und sich weiterentwickeln.

Denn genau das ist doch unser Weg als Kreative. Egal ob als Autorin, Designerin oder Webdesignerin: Unsere kreative Seite darf leuchten – aber die organisatorische Seite muss eben auch funktionieren. Und ja, das gehört als Soloselbstständige genauso dazu. Man wächst da rein. Und man darf daran wachsen.

Hier sind meine wichtigsten Learnings aus dieser Zeit:

1) Dienstleister müssen nicht nur gut sein – sie müssen passen

Es muss menschlich und von der Arbeitsweise her zusammenpassen. Denn es ist keine echte Erleichterung, wenn die Zusammenarbeit so schwierig ist, dass der Energieverlust am Ende größer ist als das Ergebnis. Gute Dienstleister sollen dich entlasten – nicht zusätzlich Kraft kosten.

2) Finanzen kann ich delegieren – aber nicht mein Verständnis

Mein größtes Learning: Wenn es um Finanzen geht, führt für mich kein Weg daran vorbei, selbst den Überblick zu haben. Ja, ich kann Dinge abgeben. Aber das ersetzt nicht mein grundlegendes Verständnis von Buchhaltung und Steuern. Nach dieser Erfahrung kann ich wirklich nur raten: Informiere dich so gut du kannst. Nicht, um alles alleine zu machen – sondern um mitreden und entscheiden zu können.

Meine Idee „Ich lagere das komplett aus und dann ist es weg“ war falsch. Gerade bei so einem wichtigen Thema funktioniert das für mich nicht.

3) Nicht schüchtern sein: nachfragen, einfordern, Deadlines setzen

Was mir geholfen hat: aktiv werden. Fragen stellen. Nachhaken. Mir Klarheit holen – direkt bei der Quelle, wenn nötig. Nicht aus Unsicherheit abwarten, sondern mich selbst ernst nehmen und Dinge wirklich einfordern.

4) Was würde die Business-Ramona von 2027 tun?

In Momenten, in denen ich kurz davor war, komplett durchzudrehen, hat mir ein Gedanke geholfen: Was würde die Business-Ramona von 2027 jetzt machen?
Und die würde sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sie würde ruhig bleiben, entscheiden, handeln – und Schritt für Schritt Ordnung herstellen. Diese Vorstellung hat mir wirklich geholfen, wieder in meine Kraft zu kommen.

5) Bauchgefühl ernst nehmen: Was brauche ich wirklich?

Ich habe gelernt, mein Bauchgefühl nicht kleinzureden. Was brauche ich gerade wirklich?
Brauche ich Sicherheit durch einen Experten? Brauche ich Struktur und Übersicht? Brauche ich beides?
Diese Frage hat mir geholfen, nicht nur „irgendwie weiterzumachen“, sondern meinen eigenen Weg zu finden – einen, der zu mir passt.

6) Unterstützung von Gleichgesinnten

Was mir in dieser Zeit unglaublich geholfen hat, war die Unterstützung aus meiner Buchcommunity. Freundinnen, die ebenfalls Autorinnen sind, die das als Business sehen und mit ähnlichen Themen kämpfen – genau dieser Austausch war so viel wert. Nicht nur, weil man sich gegenseitig Tipps geben kann, sondern weil man sich mental auffängt, Mut macht und manchmal sogar ganz konkret unterstützt. Zu wissen: Ich bin damit nicht allein – das hat einen riesigen Unterschied gemacht.

Und jetzt?

Für mich ist dieser Weg noch nicht am Ende. Aber: Es sind mittlerweile ganz klare Entscheidungen gefallen – und allein das hilft mir, wieder durchzuatmen, loszulassen und den Fokus auf Problemlösung zu richten. Ich sehe wieder einen klaren Schritt vor mir, einen Plan, der Sinn ergibt. Und das Wichtigste: Ich fühle mich wieder handlungsfähig. Ich habe meinen Überblick zurück.

Und genau das wünsche ich dir auch.

Wenn du Autorin bist und am liebsten einfach nur kreativ sein möchtest, aber trotzdem immer wieder an diesen Business-Themen hängen bleibst – dann will ich dir vor allem eins sagen: Du bist nicht allein. Vielleicht kennst du auch den Vorwurf der Liebhaberei. Oder du fragst dich, wie du deine Buchfinanzen eigentlich richtig aufstellst. Und ja: Das ist ein wichtiges Thema. Auch über Geld zu sprechen – über Einnahmen, Ausgaben und das, was hinter den Kulissen wirklich dazugehört – finde ich unglaublich wertvoll. Ich bin froh, dass das unter Autorinnen inzwischen viel offener passiert, zum Beispiel auf Instagram. Genau so darf es weitergehen.

Wenn ich dir mit diesem kleinen Erfahrungsbericht ein bisschen Mut machen konnte, dann freut mich das sehr. Und wenn ich dir einen Tipp mitgeben darf: Geh diese Dinge lieber frühzeitig an. Informiere dich. Übernimm Schritt für Schritt Verantwortung – nicht, um perfekt zu sein, sondern um dich sicher zu fühlen.

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Und falls dich Accountable auch interessiert: Ich habe es diesen Monat getestet und es ist für mich bisher wirklich eine richtig tolle Lösung, die ich von Herzen weiterempfehle. (Werbung / Affiliate-Link: Wenn du über meinen Link buchst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts.) Ich empfehle nur Dinge, die mir wirklich geholfen haben. Und ich dachte mir: Wenn ich davon profitiert habe, darfst du das auch. Wenn du gerade an einer ähnlichen Stelle stehst, schau es dir gern einfach mal an.

Hi, ich bin Ramona.

Ich unterstütze Autor*innen mit 
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